Marc Allgaier als Künstler - art

zwei Arme, zwei Beine. Zwischen Vernunft und Ekstase, auf der Suche nach dem wahren Leben, verirrt er sich meist im Spektakel der Zeit. Der Nautik aber mächtig, findet er den Weg des Ausdrucks. Als Beobachter, als Konstrukteur, als Teilnehmer eines dem Einzelnen schon lange unempfänglich gewordenen, riesigen menschlichen Gedankenkosmos, versucht er sein Glück in der Verwirklichung seiner selbst.

ausgewählte Werke

Das Lernen,
Acryl auf Leinwand, 80x120cm,
Marc Allgaier, 2021

Das Tier als neutrales und unschuldiges Lebewesen, seiner natürlichen Umgebung entrissen. Entfremdetes Verhalten um zu Überleben. Aus Verwirrung und Selbstauflösung ein Gefühl des Fallens. Den Boden den Füßen entrissen. Aufgerührt, hektisch, ohne Zeit zum Innehalten. Großer Druck und die Gefahr jeder Zeit überrollt zu werden. Ein krampfhaftes Festhalten. Eingeengt in einem für Ihn vorgegebenen Format. Fallen, festhalten, aufbrechen. Es zehrt alle Kraft aus Ihm. Raus hier, aber wie? Angepasst an die Situation wirken die Früchte toxisch und schwer. Der Mensch als Tier. Akteur im Käfig der Kunst.

Oder das Tier als Mensch. Das Tier genutzt um Leichtigkeit in schwere Themen zu bringen. Zoo – Käfig – Subjekte – objektiviert – Wir spiegeln uns selbst im Tier beim Betrachten – wenn wir zum Tier werden, bleiben wir dann nicht doch nur wir selbst – Verdrängt aus seinem Lebensraum – Über unser Handeln und die Folgen in der Welt bewusst sein – Beim Betrachten der Tiere lernen wir mehr über uns Selbst als über die Tiere. Mittel zum Zweck.

Der Hase, Marc Allgaier, 2019
Der Hase, Marc Allgaier, 2019
Das Schwein, 100x80cm, Marc Allgaier, 2021
Das Schwein, 100x80cm, Marc Allgaier, 2021
Der Eisbär, 100x50cm, Marc Allgaier, 2015
Der Eisbär, 100x50cm, Marc Allgaier, 2015

Neue Technik

Die neue Technik ist die Kunst des Wandels. Die Suche nach neuen Lösungen. Ein Versuch mit offenem Ausgang und dennoch mit Ziel. Die alte Technik, die gezwungenermaßen enden muss, wird jeden Moment von der Zeit überholt. In Gedanken verzerrt setzt die neue Technik alte Teile neu zusammen. Könnten die erarbeiteten Ergebnisse die Lösung bedeuten? Oder worin besteht der Sinn? Durch die ständige Überarbeitung wirft sie die Frage nach der Perfektion in den Raum. Schafft sie es, sich aus der Kurzsicht der Mittelmäßigkeit herauszuarbeiten?

Es sind Zwischenergebnisse auf dem Weg zum Ziel, die sich aber selbst als alleinstehendes Ergebnis genügen. Wird die Technik zu einem universellen Gesamtverständnis führen, oder verrennt sie sich in unzählige, nur für sich selbst arbeitende Zellen? Sie möchte nicht urteilen. Sie ist einfach da. Sie agiert und wird ständig neue Techniken hervorbringen. Relevanz ist für sie nicht relevant. Relevant ist nur die ständige Veränderung, das Aufzeigen neuer Techniken und Möglichkeiten. Die neue Technik schreibt auf ihrer Suche zugleich ihre eigene Geschichte.

Neue Technik 5, Marc Allgaier
Neue Technik 5/5, 5/3, 5/1, 5/2, 5/4, Marc Allgaier, 2018 - 2020

Die Konstruktion

Das Leben in einer Form des Aufbaus, der Konstruktion. Fortbewegend und zerrissen. Sich windet um ein kosmisches Gestänge. Offensichtliches und Unterbewusstes vermischen sich und bilden neue Stränge aus.

Teile kommen hinzu, Teile gehen verloren. Alles ist stetig im Wandel. Doch es hinterlässt Spuren. Es nimmt Form an.

Die Konstruktion, Klebecollage auf Papier, 150 x 140cm, Marc Allgaier, 2019

Der Fleischwolf

Der Fleischwolf steht symbolhaft für ein entfremdetes Objekt, das zunehmend unser Leben, insbesondere die Funktionsweise unserer Wirtschafts- und Arbeitswelt, verkörpert. Eine Funktionsweise, die Mensch, Tier und Natur in sich verschlingt, zerstückelt und eine Ansammlung an unidentifizierbarer Substanz zurücklässt. Eine gedankenlose zermürbende Maschine. Angetrieben wodurch?

Der Fleischwolf, Marc Allgaier, 2012

Der Pinguin

Der Pinguin, 70x100cm, Marc Allgaier, 2020
Der Pinguin, 70x100cm, Marc Allgaier, 2020

Der Pinguin fühlt sich beim jährlichen Treffen der Arktistiere in die Ecke gedrängt. Sein Vortrag „von Krise zu Krise“ stieß auf wenig Begeisterung. So gab es dieses Jahr wieder keinen weißen Sommer. Mit feinfühligen Flossen zeigte er zudem auf, wie die bereits überfischten Meere nun zu allem Überdruss auch noch mit Einwegmasken überschwemmt werden. Doch der Pinguin steht ganz unten in der Nahrungskette. Heute verhungert man morgen. Somit fand seine scharfsinnige Wahrsagung kein Gehör und die Dinge gehen weiter wie bisher.

 

Die Plastikpalme

Die Plastikpalme 1 & 2, 60x80cm & 50x70cm, Marc Allgaier, 2021
Die Plastikpalme 1 & 2, 60x80cm & 50x70cm, Marc Allgaier, 2021

Scan

Collage

© 2021 by Marc Allgaier